Der Rohrverbinder von Jäger

Der Rohrverbinder von Jäger
Der Rohrverbinder von Jäger
Für einen Kunden aus dem Bereich der Glasherstellung, der erfolgreich Bioreaktoren aus Glasrohren zur Züchtung von Biomasse durch Photosynthese herstellt, waren neue Lösungen  erforderlich. Die immer größer werdenden Anlagen erforderten neben einer kostengünstigen Montage und Demontage zur Reinigung der Glasrohre auch die Möglichkeit einer schnellen modularen Erweiterbarkeit.  Hier hat sich der von Jäger entwickelter Rohrverbinder aus einem Gummi-Kunststoff-Direktverbund bewährt.

In der Automobilindustrie und im Bereich der Abwasser-Belüftung haben sich die von Jäger entwickelten Gummi-Kunststoff-Direktverbunde – ein Verfahren bei dem spritzfrische Kunststoff-Bauteile ohne zusätzliches Primern mit Gummi überspritzt werden – bereits millionenfach bewährt. Als Pionier in diesem Bereich hat Jäger unterschiedlichste Werkstoff-Paarungen aus Elastomeren und Thermoplasten in der hauseigenen Elastomerchemie entwickelt, die in der eigenen Mischerei hergestellt werden. Die durch dieses Verfahren produzierten Rohrverbinder sind ergonomisch, ökonomisch und dabei genial einfach. 

Die Herausforderungen: Bioreaktoren aus Glasrohren 
Für einen Kunden aus dem Bereich der Glasherstellung, der erfolgreich Bioreaktoren aus Glasrohren zur Züchtung von Biomasse durch Photosynthese herstellt, waren neue Lösungen erforderlich. Die immer größer werdenden Anlagen, deren Produkte in den Bereichen der regenerativen Energiegewinnung, der Kosmetik und in der Nahrungs- und Futtermittelherstellung verwendet werden, erforderten neben einer kostengünstigen Montage und Demontage zur Reinigung der Glasrohre auch die Möglichkeit einer schnellen modularen Erweiterbarkeit. 

Früher wurden die Glasrohre, Rohrbögen und Ventile mit Muffen verbunden, auf die ein Schrumpfschlauch aufgeschrumpft wurde. Der maximale Systemdruck betrug 1,5 bar. Dieses Befestigungssystem wurde zur Reinigung oder bei Erweiterung der Glasrohrstücke zerstört, um anschließend durch Neuteile ersetzt zu werden. 

Hier war nun Jäger gefordert, denn der Auftrag des Kunden bestand darin, ein Verbindungs- und Verschlusssystem zu entwickeln, das: 
druckdicht bis 6 bar ist, 
keine Strömungsbeeinflussung im Inneren der Rohre bedeutet, 
nahezu alle Anforderungen an Medienbeständigkeiten erfüllt (je nach Anforderung), 
elektrisch leitfähig auslegbar ist, 
ergonomisch ermüdungsfrei und mit hoher Zuverlässigkeit auch von ungelernten Arbeitskräften montier- und demontierbar ist, 
wiederverwendet werden kann, 
ohne elektrisch betriebene Werkzeuge einfach zu montieren ist, 
10 Jahre Garantie, 
und einen marktfähigen Preis hat. 

Das Ergebnis: Universeller Kunststoff-Gummi-Schnellspann-Verbinder 
Der von Jäger neu entwickelte Schnellverbinder weist gegenüber dem früher genutzten Verbindungssystem signifikante Vorteile auf. Insbesondere die Wiederverwendbarkeit, die erheblich einfachere Montage sowie der deutlich reduzierte Glasbruch durch zu hohes Drehmoment beim Anziehen der Schlauchschellen fallen hier ins Gewicht. Ein weiterer Faktor ist der wesentlich höhere Arbeitsdruck der Anlage bei Nutzung der Jäger-Verbinder, der ein schnelleres und effizienteres Reinigen der Anlagen ermöglicht.

In den 3 Jahren, seit denen der neue Rohrverbinder im Einsatz ist, wurden die Anforderungen in enger Zusammenarbeit mit dem Kunden kontinuierlich weiterspezifiziert und dahingehend angepasst, dass die signifikanten Vorteile erhalten bleiben, der Preis aber um ca. 40% reduziert werden konnte. Für Jäger ein weiteres Beispiel dafür, wie durch eine kooperative Entwicklung vor und nach der Markteinführung ein Produkt kontinuierlich zum Vorteil aller Beteiligten verbessert werden kann.